Das Malatelier ist ein offener,
heller Raum. Die Wände sind mit Brettern verkleidet, auf die
die grossformatigen Papierbögen (70 x 100 bzw. x 50) geheftet
werden. Keine Störungen dringen in diesen geschützten
Raum.
Da es keine Fenster gibt, herrscht eine immer gleich bleibende
Atmosphäre.
Die Malenden stehen während des Malens aufrecht vor ihren
Bildern, was
dem ganzen Körper erlaubt, mit in Bewegung zu sein.
In der Mitte des Raumes steht der Palettentisch mit vielen Gouachefarbtöpfen
und Pinseln. Die Farben sind dickflüssig und leuchtend. Sie
haben genügend Deckkraft, um alles, was gemalt worden ist,
wieder zu übermalen.
Im Malatelier wird während den Malstunden wenig gesprochen.
Jede vertiefte schöpferische Arbeit bringt eine aktive Ruhe
mit sich. Die Konzentration in
der Stille gibt dem Bild die Möglichkeit sich zu zeigen.
Die Menschen kommen regelmässig, einmal in der Woche ins Atelier
und malen in einer Gruppe von vier bis sechs Teilnehmer/-innen.
Menschen, die zusammen im gleichen Raum malen, erzeugen ein Energiefeld,
das trägt.
Jeder malt für sich. Nach dem Malen besteht für die Erwachsenen
die Möglichkeit, Erfahrungen und Einsichten, die sie während
dem Malen gemacht haben, auszutauschen und zu verankern. In der
Regel malen die Kinder eine Stunde, die Erwachsenen zwei Stunden
mit anschliessender kurzer Abrundung.
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